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Wo ist denn bitte die Zeit geblieben?

27. Februar 2016

Ich schaue auf den Countdown auf meinem Handy. Noch 14 Tage! Noch 14 Tage bis mein kleines Mädchen 2 Jahre alt wird. Diesen Artikel habe ich letzte Woche schon einmal angefangen. Doch dann war er auf einmal weg. Alles was ich geschrieben hatte. Ihr könnt euch vorstellen wie sehr mich das geärgert hat. Also fange ich von vorne an.

Meine Kinder sind beide zauberhaft. Jeder auf seine Art und weise. Aber es gibt natürlich auch Tage, da bin ich froh wenn sie beide Abends im Bett sind. Manchmal muss ich mir dann wieder ins Gedächtnis rufen dass das zu ihrer Entwicklung, ein eigenständiger Mensch zu werden, dazu gehört.

Der Große hat genau in 3 Monaten Geburtstag. Dann wird er 5. Ab dem Sommer ist er  dann ein Vorschulkind. Darauf freut er sich so sehr dass er es einem rund um die Uhr erzählt als sei es die neueste Info des Tages. Mittlerweile schreibt er seinen Namen. Mal Spiegelverkehrt, mal richtig herum. Im Kindergraten werden regelmäßig die Kunstwerke der Kinder an der Wand aufgegangen. Sein Bild habe ich anhand seines geschrieben Namens erkannt. Wahnsinn, ich kann schon seine Schrift erkennen und das macht mich wieder ein Stück stolzer, weil er schon so ein großer Junge ist. Aber er ist auch sehr sensibel. Mein Großer kommt da sehr nach mir. Mit Enttäuschungen kann er schlecht umgehen. Es können manchmal auch nur Kleinigkeiten sein. Dass er beim Fussballspielen den Ball z.B. nicht bekommt und deshalb kein Tor schiessen konnte. Dabei spielt er mittlerweile schon richtig toll. Das sagen wir ihm auch immer wieder und trotz dem steht er dann in all seiner Enttäuschung auf dem Spielfeld und weint.

Seine Kreativität hat sich ebenfalls weiter entwickelt. Er kam vor ein paar Tagen zu mir uns sagte: „Mama guck mal, für dich. Ich habe dir ein Auto gemalt.“ Das hatte er eindeutig. Man erkannte definitiv dass es ein Auto ist. Auch wenn er sonst oft nicht viel Ausdauer hat lange bei einer Sache zu bleiben, so ist er ein wahrer Puzzle- und Bügelperlenmeister.


Zu Weihnachten bekam er ein 100 Teile Puzzle mit Dinosauriern. Dieses hat er an 3 aufeinander folgenden Tagen mit ein paar kleinen Hilfestellungen komplett alleine fertig gepuzzelt. Das Gesicht hättet ihr mal von ihm sehen sollen. So stolz war er da auf sich selber. Aber er ist auch der, der auf einem Spielplatz steht und mich fragt „Und was soll ich jetzt machen?“ Nicht immer aber es kommt vor. Der B-Boy liebt seine Schwester abgöttisch. Zeigt aber auch, wenn sie ihm auf die Nerven geht. „Mama, so eine Schwester habe ich mir aber nicht gewünscht!“ Da dann ernst zu bleiben, fällt mir sehr schwer.

Und die kleine Morla? Unser Mädchen hat es faustdick hinter den Ohren. Sie hat gerade ihren eigenen Willen entdeckt. Wenn ihr was nicht passt, dann schreit sie seit neuestem rum. Also so richtig schrill. Da kam mir schon ein paar Mal die Angst hoch, dass gleich die Scheiben zerbrechen. Sie ist in vielen Dingen so anders als der Große in dem Alter. Sie hat nur Unfug im Kopf. Manchmal sind ihr die Dinge nicht bunt genug……dann werden sie einfach angemalt. Wenn es ruhig ist und unser Mädchen in der Nähe, dann heisst das nichts gutes.

 

Da ist der Schrank angemalt, der Kleiderschrank komplett ausgeräumt oder das Toilettenpapier abgerollt. Die Küche müssen wir mittlerweile verschliessen denn sie holt sich selbstständig einen Joghurt aus dem Kühlschrank, holt sich einen Löffel aus der Schublade und versucht diesen dann zu essen. Ja, selbständig ist sie. Manchmal einfach zu selbständig. Eigentlich hat sie schon eine Hose an aber da passt ja noch eine drüber, oder? Und quasseln kann sie schon wie eine Große. Ohne Punkt und Komma. Das können beide sehr gut. Noch etwas was sie von mir haben. 😉 Mit fast 2 versteht man sie auf jeden Fall immer besser. Besonders witzig ist es, wenn sie ihren Bruder zum essen ruft. „Bäähhhn, esse!“ 

Ich dachte immer dass Mädchen die einfacheren Kinder sind. Ja, ich lache jetzt noch. Mädchen sind halt anders. Wo ich den Großen im selben Alter einfach einfacher fand, muss man seinen Alltag mit zwei Kindern unterschiedlichen Alters erst einmal finden. Und auch wenn ich es wahnsinnig toll finde, dass sie so unterschiedlich sind, sie sich beide auf ihre Weise so unglaublich toll entwickeln um so öfter werde ich ein bisschen traurig dass die Zeit so schnell vergeht. Neue tolle Dinge werden passieren auf beide zukommen. Meine Kids passen jetzt schon aufeinander auf und werden es bestimmt auch später tun.

Egal wie alt sie sind, sie werden immer meine Babys bleiben.

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From → Alltag

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