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Den Läusen den Kampf ansagen

12. Januar 2015

Ich bin durch die Facebook Seite von TOLLABOX auf einen Artikel gestoßen der lautet: Mein Leben als Familienmanagerin….und die LäuseDurch den Artikel habe ich mir gedacht, dass ich mal einen zusammenfassenden Beitrag über die netten kleinen Tierchen schreibe und wie man sie am besten wieder los wird. Achtung; es kann während des Lesens zu akutem Juckreiz der Kopfhaut kommen. 😉

Läuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun

Bisher blieb meine Familie von den kleinen Mitbewohnern verschont und auch als Kind kann ich mich selber nur an ein Mädchen erinnern, welches mal Läuse hatte. Vielen Eltern ist es peinlich dass ausgerechnet ihr Kind Läuse hat. Dabei ist es gerade jetzt wichtig offen zu sein und alle täglichen Kontaktpersonen über den Befall zu informieren. Denn es hat wirklich nichts mit mangelnder Hygiene des eigenen Haushalts oder der Kinder zu tun. Denn gerade der Übertragungsweg gerade bei Kinder ist logisch. Da Läuse nicht von Kopf zu Kopf springen sondern krabbeln bzw klettern sind Kinder, die spielerisch miteinander kabbeln und sich umarmen die häufigeren Opfer. Opfer deshalb, weil das Jucken wirklich sehr unangenehm sein kann. Läuse sind Parasiten die nur auf dem Menschen leben und ihn als Wirt benutzen. Wenn sie alle 2-3 Stunden Blut trinken ist ihr Speichel der Auslöser des Juckreizes. Wenn die Läuse nicht in dem Zeitraum etwas zu trinken bekommen trocken sie ziemlich schnell aus und sterben dann. Auch vermehren kann sich die Kopflaus nur auf dem behaarten Kopf eines Menschen. Das befruchtete Weibchen heftet seine ovalen ca. 0,8 mm langen Eier (Nissen) in der Nähe des Haaransatzes der Ohren und im Nacken mit einem wasserunlöslichen Kitt an die Kopfhaare. Die Larven der Laus schlüpfen nach sieben bis acht Tagen. Und genau deshalb ist eine Wiederholung der Behandlung so wichtig. Sollte nämlich auch nur eine Laus überlebt haben, ist diese in der Lage nach 8-10 Tagen wieder neue Eier zu legen und das ganze beginnt von vorn. Wichtig ist auch das sorgfältige auskämmen der Nissen mit einem Nissenkamm.

Welche Präparate kann man benutzen?

Ich mache jetzt keine Werbung für ein bestimmtes Mittel. Deshalb werde ich die verschieden Produkte auch nicht verlinken. Ich möchte kurz erklären, welche Mittel es gibt und wie sie wirken. Die hier genannten sind nur einige Beispiele.

  • Goldgeist ist der Klassiker und ich denke mal das bekannteste Läusemittel. Es ist ein schnell und sicher wirkendes, einfach anzuwendendes Mittel zur Vernichtung von Läusen und Nissen (Eier der Läuse). Goldgeist forte enthält in einer haar- und hautpflegenden Netzmittellösung die hochwirksamen Pyrethrum-Kontaktinsektizide. Die pflanzlichen Wirkstoffe des Pyrethrum-Extraktes haben eine sehr schnelle und starke Wirkung auf Läuse, sind aber für den Menschen bei sachgemäßer Anwendung unschädlich und werden rasch abgebaut.
  • Infectopedicul ist ein seit vielen Jahren erprobtes Präparat bei Kopflausbefall. Es enthält den Wirkstoff Permethrin. Schon nach einmaliger Anwendung ist InfectoPedicul in der Regel hochwirksam. Nach der Haarwäsche wird es in das handtuchtrockene Haar einmassiert. Es wirkt auf die lebenden Läuse sowie alle Entwicklungsstadien und direkt auf die Larven in den Eiern. Auf Grund des Sicherheitsprofils darf die Lösung bereits bei Kindern ab einem Alter von 2 Monaten eingesetzt werden
  • NYDA basiert auf dem 2-Stufen-Dimeticon mit seiner physikalischen Wirkung. Die 2-Stufen-Dimeticon Lösung umhüllt die Läuse, Larven und Nissen, dringt tief in die Atemöffnungen und das gesamte Atemsystem ein und verdrängt dort den Sauerstoff. Die Folge: Die Läuse und all ihre Entwicklungsstadien ersticken.
  • WEPA Mosquito Läuse Shampoo 10 Im Gegensatz zu anderen Kopflausmitteln, die auf chemisch-synthetischen Wirkstoffen basieren und wo Nervengifte Ihren Einsatz finden, enthält das mosquito® med Läuse-Shampoo 10 ausschließlich physikalisch wirkende Wirkstoffe. Bei der Anwendung werden die Kopfläuse in allen Entwicklungsstadien mit einem feinen Ölfilm umhüllt, wodurch die Atmungsöffnungen verkleben und die Laus erstickt. Außerdem wird die Wachsschicht der Laus aufgelöst, so dass diese austrocknet. Von dieser Firma gibt es auch ein Spray zur vorbeugenden Wirkung, wenn man weiss, dass es gerade Läuse in der Schule oder im Kindergarten gibt. Es heisst Mosquito Läuse Abwehrspray
  • Licener wirbt damit, dass man es nur ein einziges Mal anwenden muss OHNE die Wiederholung nach 8-10 Tagen. Es enthält als Wirkstoff Niem, welches ich schon von Spinnrad her kenne und dort auch gerne bei Läusebefall der Pflanzen eingesetzt wird. Auch da gab es schon das Neem-Shampoo ( es gibt unterschiedliche Schreibweisen). Die Einwirkzeit beträgt nur 10 Minuten und ist für Kinder ab 2Jahre geeignet.
  • Aesculo Gel L ist ein natürliches, rasch wirksames Mittel gegen Kopfläuse mit Kokosöl. Durch den Ölfilm können die Läuse nicht mehr atmen und müssen ersticken. Es ist besonders gut verträglich und auch zum Schutz von Kontaktpersonen geeignet. Die Einwirkzeit beträgt 60 Minuten.

Die meisten Mittel werden von der Krankenkasse bezahlt und können also von einem Kinderarzt verordnet werden. Denn so eine Läusevollausstattung kann ganz schön ins Geld gehen. Mittlerweile gibt es auch viele Sets, die einen Nissenkamm und eine größere Menge an Läusemittel enthalten und dadurch günstiger sind.

Wie oben bereits erwähnt, kann eine Laus nur eine kurze Zeit ohne Wirt überleben. Deshalb reicht es aus Anziehsachen, Kuscheltiere und Bettwäsche für 48h in eine Tüte zu packen. Der Aufwand mit einfrieren und bei hohen Temperaturen die Sachen zu waschen kann man sich also sparen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann natürlich trotz dem ein spezielles Waschmittel benutzen.

Ich hoffe dass ich ein bisschen zur Aufklärung beitragen konnte und allen ein Befall erspart bleibt. Sollte man leider trotz dem erwischt werden; keine Panik, informieren, sich für ein Mittel entscheiden und die Wiederholung nach 8-10 Tagen befolgen. Dann sollte man ganz schnell wieder Läusefrei sein.

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From → Alltag

One Comment
  1. Wir hatten letztens im Kindergarten auch das Schild mit „Achtung Läuse“! Da kribbelte es schon auf meinem Kopf (darüber hatte ich damals auch einen Blogbeitrag geschrieben…) bei dem Gedanken kribbelt es schon wieder 🙂 Wir blieben damals verschont, aber jemand sagte mir ,dass es an niemanden vorbeigeht…

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