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Neues Jahr: sei deines Glückes Schmied

31. Dezember 2014

Wenn ich so zurückschaue auf das Jahr 2014, dann bekommt es von mir auf einer Skala von 1-10 eine gute 7. Warum nur eine 7? Dafür war einfach zu viel Herzleiden dabei.
Im Januar stand fest, das unsere Tochter nicht auf der Insel zur Welt kommen wird. Die Geburtsstation wurde geschlossen und eine Alternative musste her. Die Angst ob das alles so klappen würde stand der Vorfreude eindeutig im Weg. Ich spielte sogar mit dem Gedanken einer Hausgeburt. Dieser Gedanke zerschlug sich aber, als im Februar feststand, dass die kleine Bauchbewohnerin wieder in der BEL lag und die Wahrscheinlichkeit dass sie sich dreht sehr gering war. Ich musste schwer mit mir kämpfen, zu akzeptieren, dass es wieder ein Kaiserschnitt wird. Der Januar war kein guter Start ins Jahr. Wenn ich daran zurückdenke kommen mir wieder die Tränen, denn wir mussten unser erstes Baby, unseren Hund Frodo, über die Regenbogenbrücke begleiten. Er war so krank und wir wollten ihm mehr Leid ersparen. Mit der Trauer hatten mein Mann und ich lange zu kämpfen. Und auch die Fragen des B-Boys dazu machten es einem nicht einfach, nicht ständig zu weinen. Am 13. März 2014 wurde dann unsere Tochter in Flensburg per Kaiserschnitt geboren. Wir waren so glücklich und froh und endlich komplett. 5 Tage nach dem Kaiserschnitt wurde ich quasi vor die Tür gesetzt. Ich hatte Schmerzen und kannte das so überhaupt nicht vom ersten Kaiserschnitt. Mein Gefühl der letzten Tage sollte sich bestätigen, denn die Narbe ging wieder auf und das Wundwasser floss in Massen aus der Öffnung. In der Hoffnung dass es besser wird kontaktierte ich meine Hebamme die mir zusätzliche Tipps gab. Eine Woche nach dem KS fühlte ich mich das erste Mal besser, so das ich so mutig war, kein Schmerzmittel zu nehmen. An dem darauffolgenden Tag brach dann bei mir hohes Fieber und Schüttelfrost aus. Am Abend landete ich in der Notaufnahme und mein Frauenarzt hatte Gott sei Dank Bereitschaft. Das Gesicht der Chirurgin werde ich aber nie vergessen, als sie meine Narbe sah. Das Ende vom Lied, ich hatte 7 Wochen Drainagen drin und musste die ersten Wochen JEDEN Tag zum Arzt zum Wechsel des Verbandes. Auch der April war sehr anstrengend. Die entzündete Narbe, der Alltag, die Familie, alles musste sich erst einmal einpendeln. Aber die Morla brauchte ihren geregelten Alltag. War das nicht so, weinte sie viel. Auch ihr Zwerchfell machte ihr Probleme, weshalb sie nie ohne zu Weinen im Bett oder im Kinderwagen lange liegen konnte. Ein Ostheopath half ihr und die Kombination mit der Nonomo brachte uns etwas Ruhe in den Alltag. Auch mein Geburtstag war so anders als sonst. Mein Mann und ich hatten uns wegen einer total doofen Kleinigkeit gestritten und durch das frische Baby sind wir das erste Mal nicht Essen gegangen. Im Mai war endlich ein Aufwärtstrend zu erkennen. Ich durfte endlich die Drainagen Weg lassen und ich ging voll und ganz in den Vorbereitungen für den dritten Geburtstag vom B-Boy auf. An seinem Geburtstag war herrlich warmes Wetter und er hatte seinen ersten richtigen Kindergeburtstag und seine leuchtenden Augen verrieten mir, dass es rundum gelungen war. Im Juni begann für uns fussballbegeisterte Familie die Vorfreude auf die WM in Brasilien. Ende Juni Anfang Juli kamen meine Eltern zu Besuch. Mein Vater sah seine Enkelin das erste Mal. Im Juli machte der Große seinen ersten großen Tagesausflug mit dem Kindergarten, wo er am Abend glücklich und müde aber wie ein Wasserfall redend zu Hause ankam. Im Juli kam aber auch das erste Mal mein Opa (80J.) wegen seines Herzens ins Krankenhaus. Und auch der B-Boy machte uns Sorgen. Er hörte immer wieder schlechter und auch seine Aussprache war meist nur für uns verständlicher als für andere. Auch beim Essen brauchte er ewig. Ein Arztbesuch zeigte, dass er einen sogenannten Paukenerguss hat und wir wollten erst einmal nach einer Antibiotikabehandlung abwarten wie sich alles entwickelt. Im August besuchten wir Vier das erste Mal die Familie in der alten Heimat. Und ich war das erste Mal seit einer Ewigkeit auf einem Konzert. Und dann auch noch bei Xavier Naidoo Open Air in Dortmund. Es war einfach nur toll, stellte aber auch fest, dass man keine Feuerzeuge mehr in die Luft hält sonder die Smartphones. Nun könnt ihr euch vorstellen, wie lange ich auf keinem Konzert mehr war.😂 Im September löste ich dann endlich mein Hochzeitsgeschenk vom letzten Jahr ein: 4h im Wellnesshotel. Und das Beste, ich war alleine mit meinem Kindle. Das war wie Urlaub! Die Ohren vom Großen wurden immer schlechter und wir riefen beim HNO an. Von diesem bekamen wir eine Überweisung ins Krankenhaus. Am 1. Oktober hatten wir dort einen Termin und schnell stand fest, dass er operiert werden muss. 20 Tage später bekamen wir dafür schon einen Termin. Vorher machten wir aber noch Urlaub bei Oma und Opa und flogen das erste Mal zusammen. Das klappte aber nur beim Hinflug perfekt. Der Rückflug gestaltete sich aufgrund von warmen Temperaturen (24 Grad am 19.Oktober!) und verspäteter Maschine in den Abendstunden als katastrophal und die kleine Morla brüllte aufgrund der Umstände die ganzen 50 Minuten im Flieger. Ja, ich war die beliebteste Person im Flugzeug. 😁 Einen Tag später brachen wir dann zum OP Termin in aller Frühe nach Kiel auf. Gott was habe ich gelitten meinen Sohn so zu sehen. Wie er gegen die Wirkung des Beruhigungsmittel kämpfte und nach mir rief als er in den OP geschoben wurde. Oder wie er weinte als er aus der Narkose erwachte. Aber summa summarum hat es sich gelohnt und schon nach 2 Wochen merkte wir eine eindeutige Verbesserung in der sprachlichen Entwicklung und auch beim hören. Er fragte uns viel, was er denn da nun hören würde und auch das Essen ging nun deutlich fixer. Im November freute ich mich auf die Vorweihnachtszeit und organisierte u.a. einen Flohmarkt mit dem Kindergarten. Im Dezember machten wir unseren traditionellen Hamburger Weihnachtsmarkt Ausflug. Mein Opa und mein Papa kamen ins Krankenhaus. Kurz vor Weihnachten starb ein guter Bekannter aus früheren Tagen nach langer schwerer Krankheit. Schön war es diesen Monat, dass wir unseren Heimaturlaub mal richtig auskosten konnten und bis im neuen Jahr bleiben.
Es war ein Jahr, welches man als OK bezeichnen würde oder als ausbaufähig. Glücklich bin ich, weil ich 2 tolle und gesunde Kinder habe, die sich prima entwickeln. Beide können auch ihre anstrengenden Phasen haben aber es soll den Eltern ja auch nicht langweilig werden oder?
Und bloggerisch gesehen? Ein tolles Jahr. Ich habe eine Facebookseite eröffnet die aktuell 236 Fans hat. Ich freue mich über jeden einzelnen und hoffe, das 2015 doch noch einige dazu kommen. Tolle Partnerfirmen sind auf mich zugekommen. Auch da hoffe ich, dass es 2015 wieder schöne Kooperationen gibt, die nur mit Euch möglich sind. Denn wer hier mitliest, teilt, kommentiert, der macht diesen Blog und mich mit aus. Ich danke Euch, für eure Treue, immer wieder auf das Blog reinzuschauen. Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und nur das Beste!

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From → Alltag

One Comment
  1. Mamamulle permalink

    Da habt ihr ja ein ereignisreiches Jahr hinter euch. Auf ein glückliches neues Jahr 2015, ich hoffe euch geht es da wirklich etwas besser mit weniger Arzt- und Krankenhausbesuchen und auch weniger Verlusten.

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