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Schwach

13. November 2014

Heute geisterte mehrfach ein Bild bei Facebook durch meine Meldungen. Einige Mütter teilten ein Bild von der Seite Made my Day welches folgendes Wortspiel beinhaltete: Ich bin eine Mischung aus Schlaf und wach. Also schwach! – und zeigte eine Frau mit geschlossenen Augen und einer Kaffeetasse in der Hand.

Klar habe ich auch darüber geschmunzelt, denn die Morla hält mich auch seit fast 2 Wochen in der Nacht mehr wach als dass wir schlafen. Aber was mich wunderte, dass sich so viele Mütter davon angesprochen fühlten. Warum bin ich schwach, wenn ich keinen Schlaf in der Nacht bekomme und mein Zaubertrank am morgen ein guter starker heisser Kaffee ist? Ich würde uns eher als stark bezeichnen. Denn egal ob wir die Nacht mehr oder wenig geschlafen haben, läuft die Zeit weiter. Die Kinder wollen trotz dem in den Kindergarten und aus diesem wieder abgeholt werden. Was mich immer wundert ist, dass das Baby ja eigentlich auch nicht viel geschlafen hat und kann mich trotz dem am nächsten morgen anlächeln. Das kann ich von mir nicht wirklich behaupten. ICH bin ein Morgenmuffel und vor dem ersten Pott Kaffee geht bei mir nicht viel. Der Haushalt erledigt sich auch nicht von alleine und musste schon in letzter Zeit genug unter meiner Ignoranz leiden. Aber ich schaffe jeden Tag ein bisschen. Auch hierbei würde ich mich nicht als schwach bezeichnen. Denn es ist eine Stärke zuzugeben, dass nicht immer alles rund läuft. Auch kann ich meinen beiden Kindern nicht immer so gerecht werden wie ich das gerne möchte. Es tut mir oft leid, wenn ich meinem Sohn sagen muss dass ich gerade in diesem Moment nicht mit ihm spielen kann weil ich z.B. gerade seine Schwester füttere oder dieser lästige Wäschehaufen endlich mal abgearbeitet werden muss, weil ich keine Unterwäsche mehr in der Schublade habe. Aber seinen wir mal ehrlich, gefühlt kommen die Kinder immer dann, wenn man gerade wirklich nicht kann. Zumindest kommt mir das so vor. Damit der Große aber nicht immer das Gefühl hat, dass ich nie Zeit für ihn habe, versuche ich mir den Nachmittag soweit frei zu halten um mit ihm zu spielen oder was auch immer er gerne machen möchte. Und seit ein paar Tagen kuscheln wir uns in sein Bett und ich lese ihm wieder eine Geschichte vor. Ja, wieder! Das habe ich nämlich nach Morlas Geburt etwas schweifen lassen und es kam nur noch ab und zu dazu. Ich liebe meine Kinder aber ich bin nicht schwach. Ich bin eine Mutter die versucht ihr Bestes zu geben! Meine Stärke ist es, meine Schwächen zuzugeben. Jetzt muss ich nur noch lernen damit auch umzugehen.

Und als ich den Text fertig hatte ist mir die tolle Blogparade von der tollen Lucia Marshall eingefallen. Diese hat den Titel #MOMSROCK oder „Sie machen das wirklich gut!“ Dieser Text ist mein Beitrag dazu. 🙂

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From → Alltag

4 Kommentare
  1. Sehr gut! Ich habe es nicht gesehen weil ich mir Facebook wirkich kaum noch so intensiv anschau, wie noch vor der Geburt vom Mucki. Aber ich hätte es sicher auch belächelt! Go Mommy go! Schwach ist wahrlich anders!

  2. Anne permalink

    Nady-Schatz,

    du bist alles andere als schwach!!! Vielleicht wollen die anderen auch nur Mitleid erhaschen und jammern deshalb so rum. Aber mal ehrlich, hat sich ja jeder selbst ausgesucht. Und wenn sie schwach sein wollen, dann sind sie es eben. Du bist eine starke Frau, Mutti und super Freundin, auch wenn wir uns sooooooooooooooo lange nicht mehr gesehen haben. Hast mein ganzen Respekt! Küsschen aus der Nachbarschaft

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