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Diagnose Paukenerguss

6. Oktober 2014

Das der B-Boy schon als Baby geschnarcht hat fanden wir anfänglich nicht so ungewöhnlich. Kam es ja nicht täglich vor und meist, wenn er einen kleinen Schnupfen hatte. Irgendwann, ich glaub da war er 1 1/2 Jahre alt, stellte der Arzt fest dass er ziemlich große Polypen hat. Eine Entfernung kam aber noch nicht in frage, da er noch zu klein war und man gerne bis zu einem Alter von etwa 4/5 Jahren wartet und trotz dem die Gefahr besteht dass sie wieder nachwachsen. Und so lange das Kind nicht ständig mit Erkrankungen zu kämpfen hat, lässt man alles so wie es ist. Im Kindergarten hatte er schon den Spitznamen „alter Opa“ weil er mittlerweile immer beim schlafen schnarchte und das halt wie so ein alter Mann. Nun verschlechterte sich sein Zustand aber im letzten Dreiviertel Jahr. Erst erkrankte er in kurzen Zeit an einer Mittelohrentzündung. Das ist leider äusserst schmerzhaft und meist mit Fieber verbunden aber mehr als ein Schmerzmittel welches auch fiebersenkend ist kann man da nicht geben. Otovowen hat da ergänzend ganz gut funktioniert. Dann machte uns die Erzieherin auf seine gelegentlich schlechte Aussprache und seine Hörprobleme aufmerksam. Gut, ich muss zugeben dass ich am Anfang etwas komisch darauf reagiert habe, weil ich es selber jetzt nicht als sooooo schlimm empfand. Klar, ab und an kam ein „häh“ oder „was“ und „wie bitte“ von ihm aber oft konnte er mir es dann doch sagen wenn ich noch mal nachgehakt habe, was ich denn gesagt hätte. Trotz dem wollte ich es abgeklärt wissen und machte einen Termin beim HNO. Und dabei stellte sich dann tatsächlich heraus, dass er Flüssigkeit hinterm Trommelfell hat. Dadurch hört er schlechter. Wieder Otovowen und Nasenspray und nach ca. 4 Wochen war seine Hörfähigkeit bei 3-. Beim herumtoben viel mir bei meinem Sohn auf, dass er riesige Rachenmandeln hat. Schon seit einer weile braucht er Ewigkeiten beim essen. Sie tun ihm aber so nicht weh, deshalb war es auch der Zufall der den Arzt dann die chronische Mandelentzündung diagnostizieren lies. Das war im Sommer. Im August fuhren wir zur Familie aufs Festland. Kaum angekommen hatte er die Rüsselseuche. Die Ohren setzten sich zu und er hörte von jetzt auf gleich sehr, sehr schlecht. Wenn mein Kind schon sagt: „Was Mami, ich hör das nicht!“ macht einem das schon Angst. Selbst sein Hörspiel am Abend mussten wir laut stellen dass er es hörte. Also wieder kurzfristig einen Termin mein HNO. Diagnose Paukenerguss. Und der machte uns nicht mehr viel Hoffnung darauf, dass wir mit der OP noch warten können. Die Überweisung in die Uni-Klinik folgte. Die sollten nun schauen ob nur die Polypen entfernt werden sollen und evtl. Röhrchen in die Ohren gesetzt werden oder ob auch die Rachenmandeln entfernt bzw. verkleinert werden. Mir machte das alles etwas Sorgen vor allem wie ich das mit unserer Tochter organisiert bekommen sollte. Letzte Woche war es dann soweit und die Situation war eindeutig und ein Termin schnell gefunden. Nach unserem Urlaub bei den Großeltern bekommt der B-Boy eine OP mit Vollnarkose. Dabei werden die Rachenmandeln verkleinert, die Polypen entfernt und das Trommelfell geöffnet. Sollte aus den Ohren noch Flüssigkeit kommen dann werden noch Röhrchen eingesetzt. Aber die Ärztin, die uns alles prima erklärte, beruhigte uns. Es sei alles Routine und unser Sohn würde von der OP so viel haben und er würde danach eine gewaltige Verbesserung merken. Auch dass ich die kleine Morla mitnehmen kann beruhigte mich und wir werden ein Familienzimmer beziehen. 3-4 Tage müssen wir dann im Krankenhaus bleiben. Ich hoffe, dass mein Sohn dann endlich mit dem Thema durch sein wird und es ihm dann einfach danach besser geht.

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From → Alltag

6 Kommentare
  1. Anna permalink

    Keine Angst, unsere Kinder sind ja (fast auf den Tag genau) gleich alt. Bei meinem Sohnemann mussten die Polypen im Februar raus. Ich war damals hochschwanger (noch 4 Wochen zum Termin). DAS war mal ein Spaß! Gleichzeitig wurde ein Leistenbruch behoben. Wir durften da nach am selben Tag heim… Bei meinem Neffen wurde das selbe gemacht wie beim B-Boy und auch der war nachmittags wieder daheim 😉 So unterschiedlich sind die Bundesländer!
    Ich drück euch die Daumen. Keine Angst, ist nur halb so schlimm!

    • Sonnenscheinbaby permalink

      Danke Anna, für deine lieben Worte. Bei Polypen ist das oft so dass die Kinder wieder am selben Tag nach Hause dürfen aber bei der Mandelentfernung bzw. Verkleinerung besteht ja eine Gefahr der Nachblutung. Deshalb die 3-4 Tage Beobachtung. Angst direkt habe ich auch nicht aber so ein kleiner Wurm unter Vollnarkose….das lässt einen doch etwas mulmig werden.

      • Anna permalink

        Ja, ich war auch ganz krank! Leider hab ich das bei meiner Kleinen noch x mal vor mir 😦 Da bin ich mal gespannt, wie das wird. Ich drücke euch die Daumen und freu mich auf deinen Bericht, wenn ihr es geschafft habt! *drückdrückdrück*

  2. Da drücke ich euch feste die Daumen, dass seine Beschwerden dann besser werden. Das stelle ich mir ja fies vor. Eine Freundin von mir hat das damals auch gehabt, als wir noch Kinder waren. Die OP und die „Nachwehen“ sind wohl wirklich halb so wild.

    Gut, ich kann das jetzt so einfach sagen, weil ich ja nicht betroffen bin. 😉 Aber du weißt schon, wie ich das meine! :*

  3. ochje. das klingt wirklich nicht schön. ich hoffe sehr, dass es nach der OP viel besser ist und ihr dann durch seid damit.
    Ich wünsch dir schon jetzt viel Kraft für die Krankenhaustage. Ich stelle mir das sehr anstrengend vor mit Baby und frisch operiertem Kleinkind. Aber du schaffst das! (( ))
    Liebe Grüße
    Susanne

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