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Ein gut gemeinter Ratschlag ist manchmal ein Ratschlag zu viel!

28. August 2014

Erst heute war ich mit der kleinen Morla zum vorerst letzten Impftermin. Unser Arzt kam rein und fragte wie immer: „Na, alles klar?“ „Eigentlich ja, aber zur Zeit hätte ich gerne ein neues Nervenkostüm!“ Er lachte herzlich und antworte darauf: „Warum das denn, verstehe ich gar nicht!“ Er kennt mich und meine Kinder und auch dass der B-Boy gerade wieder seine Phase hat. Diese kombiniert mit sehr wenigen mit Schlaf verbundenen Nächten machen mich zur Zeit nicht wirklich belastbar. Da hat der Kurzurlaub bei der Familie auch nicht wirklich zur Erholung beigetragen. Nein, es war eher noch Energieraubender. Klar, jeder wollte Morla sehen, denn die meisten aus der Familie kannten sie bisher nur von Fotos. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht zu viel zu machen, einfach genau wegen der geringen Belastbarkeit. Aber man möchte auch keinen vor den Kopf stossen und ein bisschen für mich habe ich ja trotz dem gemacht. Da habe ich zum Beispiel endlich die McMaren getroffen und mit ihr in einem netten Schnack die Zeit am Vormittag vergessen. Ich war bei Ikea und Haribo und konnte alles in meinem Tempo geniessen. Da nahm ich es in kauf zur Einladung vom Schwager zu spät zu kommen. Auch das lang ersehnte Xavier Naidoo Open Air Konzert brachte mir mal wieder etwas Zeit für mich aber noch lange keine neue Energie. Und so kam es, dass Morla von Tag zu Tag schlechter drauf war. Am Tage war eigentlich immer alles in Ordnung aber in der Nacht wurde sie immer wieder wach, öfter als ich es gewohnt war. Und in der Nacht nach dem Konzert bekam sie sogar eine richtig schlimme Schrei-Attacke.  20 Minuten konnte ich sie überhaupt nicht beruhigt, egal was ich versuchte. Irgendwann, kam wieder Entspannung in diesen kleinen Menschen und sie schlief in meinen Armen ein. Bei mir war es dann erst einmal vorbei mit schlafen. Diese Schreianfälle wiederholten sich von da an immer wieder. Der nächste war dann am Sonntag als mein Mann und ich endlich mal wieder ein Kinodate hatten. Ich hatte gerade meine 3D Brille für den Film aufgesetzt als mein Vater anrief. Die Morla schriee seit einer Stunde und sie würden Sie nicht ruhig bekommen. Tjoa, ich liess meinen Mann sitzen und düste zu den verzweifelten Großeltern. Ihr könnt euch denken was dann passierte? Ich kam zu Hause an und das Baby war seit 10 Minuten ruhig. Aber so ist das nun mal. Der Abend war gelaufen und ich verschwand mit dem nun schlafenden Schreihals im Bett. Das grübeln brachte mich zum dem Entschluss, dass es die neue Umgebung sein muss, die Millionen neuen Eindrücke und neuen Menschen um sie herum. Und trotz dem bekam sie am Montag mittag aus heiterem Himmel wieder so einen Schreianfall. Kaum zu beruhigen und ohne wirklich erkennbaren Grund. Und dann passierte es zum ersten Mal seit langer Zeit wieder. Meine Mutter drückte sich etwas ungünstig aus und sagte: „Das kann ja nicht ganz richtig sein was du da machst!“ Falscher Satz, falscher Moment…..und ich platzte. Dann sagt man auch mal der eigenen Mutter Dinge, die einem vielleicht später leid tun aber im Grunde meint man sie so. Vielleicht dann auch anders ausgedrückt…..Nun ja. „Gut dass wir ja morgen wieder abreisen, dann hast du wieder deine Ruhe!“ war ein Satz davon. Was meine Mutter aber eigentlich meinte war, dass die kleine Morla ja etwas haben muss. Nicht unbedingt auf meine Fähigkeiten als Mutter bedacht. Trotz dem unglücklich in der Wortwahl……bei beiden.

Am nächsten Morgen wollte mein Mann um 9:30Uhr bei uns sein und das Gepäck einladen. Falls ihr euch wundert, warum mein Mann mich abholen muss, wir übernachten getrennt. Dieses Mal war mein Mann mit unserem Sohn bei seinen Eltern, ich verbrachte die Zeit bei meinen Eltern. Das machen wir seit 7 Jahren so und bisher hatte ich den Großen immer mit. Mein Mann war dieses mal eher fertig als gedacht und ich stand wieder etwas unter Stress. „Hab ich alles?….Morla muss auch noch gefüttert werden….!“ führte ich das Gespräch mit mir selber. Es klingelte und die Männer standen vor der Tür. Für ein kleines bisschen Ruhe setzte ich mich in die Ecke und stillte das Baby. Dann kam die nächste unglückliche Situation. Morla war offensichtlich satt, schaute mich an und spuckte…..dachte ich zumindest im ersten Moment. Denn die Muttermilch kam im Schwall wieder zurück. Sie übergab sich! Ich, in leichter Panik grad kein Tuch zur Hand, rief nach meinem Mann und fragte etwas verzweifelt:“ Was ist denn bloss mit ihr los!“ „Vielleicht solltest du ihr mal was anderes zu essen geben!“ gab mein Mann zum Thema bei und ich platze wieder! Ja, das sind Dinge, die will man in solchen Momenten, in solchen Phasen einfach nicht hören. Ich weiss, mein gegenüber meint es nicht so, wie es im ersten Moment für mich klingt. Aber das Fell ist zur Zeit trotz niedriger Temperaturen nicht wirklich dick. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle und im Nachhinein tut es mir dann leid. Aber es heisst nicht umsonst „einfach mal die Schnauze Klappe halten!“. 

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2 Kommentare
  1. Ich verstehe das. Manchmal ist einfach alles zuviel und wenn der andere dann auch noch den falschen Ton trifft, dann kracht es. :/

Trackbacks & Pingbacks

  1. darf ich vorstellen? ::: einmal durchs universum der mama-blogs, bitte!

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