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Vorbereitungen

5. März 2014

Der Tag X rückt nun immer näher und dass es nun definitiv wieder ein Kaiserschnitt wird steht auch zu 98% fest. Obwohl die Bauchbewohnerin wesentlich aktiver ist als ihr großer Bruder hat auch sie die richtige Lage nicht gefunden und liegt in BEL. Die Freude, dass sie in der 27. SSW schon in der richtigen Lage war hielt genau zwei Wochen. Seit dem habe ich alles probiert Madame in die richtige Position zu bringen. Von der 2-3 mal täglich verordneten Indischen Brücke bis über Moxa und Akupunktur, nichts brachte sie in die richtige Richtung. Auffällig war aber, dass sie wesentlich aktiver ist als wie es ihr Bruder war und mein Bauch war an manchen Tagen so extrem verformt, dass ich einfach nicht verstand warum sie nicht den Weg nach unten fand. Ich schaute im Internet, was ich vielleicht noch machen könnte und las in Foren, dass sich Babys auch noch ein paar Tage vor KS Termin gedreht hätten. Die Hoffnung stirbt zuletzt, das war mein großes Motto! Gestern hatte ich die letzte Vorsorge bei meinem Frauenarzt. Alles beim alten, was ich aber durch selbständiges abtasten des Bauches wusste. Nun wollte ich es aber genau wissen und sprach den Arzt an, warum sich dieses Baby, trotz offensichtlicher Versuche, nicht in die Schädellage dreht. Er nahm noch mal das Ultraschallgerät und guckte sich alles ganz genau an. Das Ergebnis war dann, dass alles optimal ist sogar der Platz ist noch da. Aber die Nabelschnur liegt verdächtig in der Kopfnähe! Mein Arzt meint zwar, dass sie nicht um den Hals sei aber dass kann man so genau auf dem Ultraschall nicht sehen. In diesem Moment brach alles in mir zusammen. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurück halten und der Arzt fragte, wovor ich denn so Angst hätte. Solange die Hoffnung größer war, konnte ich das Kopfkino gut ignorieren. Nun aber war es real. Mein erster Kaiserschnitt war alles andere als toll. Ich habe ewig gebraucht, bis ich aufstehen konnte. Fast 6 Wochen, bis ich wieder richtig und ohne Schmerzen laufen konnte. Mir setzte es zu, dass ich die ersten 2 Tage meinen Sohn nicht selber wickeln konnte, ewig brauchte bis ich ihn selber aus seinem Bettchen zum stillen holen konnte. Eine falsche Bewegung und es fühlte sich so an, als würde die Narbe wieder aufreissen. Dazu hat sich die Narbe entzündet was mir noch Monate später Probleme bereitete. Durch eine nachträgliche Behandlung hatte ich nach einem Jahr endlich ruhe und die Narbe sah so aus, wie sie aussehen sollte. Gut, mit einem kleinen Säugling, den man dann einfach neben sich legen kann, war der erste Alltag gut zu meistern. Nun aber habe ich einen fast 3 Jährigen mit dabei, der in den Kindergarten möchte, der auch etwas von seiner Mama haben will. Die Angst, das bei einem erneuten Kaiserschnitt nicht zu bewältigen ist gerade riesengroß. Mein Mann ist zwar da, aber halt auch nicht den ganzen Tag. Meine Mutter kommt erst zum ende des Monats für eine Woche. Klar haben sich viele Freunde angeboten zu helfen aber trotz dem will man das ja auch irgendwie alleine schaffen. Ich werde versuchen, so lange wie möglich im Krankenhaus zu bleiben, damit die Tage „alleine“ so wenig wie möglich sind. Auch werde ich mir nun viel Tiefkühlkost zulegen, damit ich nicht kochen muss und zum vorkochen und einfrieren muss ich ganz ehrlich sagen habe ich gerade keine Lust. Denn man merkt doch, dass das Ende naht. Mir tut alles weh, der Platz in mir wird knapper und ich sehe aus wie ein Kegel beim schwanken wenn ich laufe. Schlafen ist auch grad eher so Note „mangelhaft“. Oft wache ich auf, weil das Kind sich wieder so extrem bewegt, mir etwas eingeschlafen ist oder weil das große Kind nach mir ruft. Nachmittags lege ich mich mit meinem großen hin, kann aber meist dann doch nicht wirklich schlafen. Besser wäre es mit Sicherheit sich nicht all diese Sorgen zu machen aber Kopfkino ist Kopfkino. Läuft das erst einmal, dann kann man nur schwer abschalten. Aber wie sagte mein Frauenarzt gestern so schön: “ Dich trifft keine Schuld! Und du bist eine starke Frau und schaffst das. Und die Hauptsache ist, du bist gesund und deine Kinder auch!“- Ja, da hat er recht.

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From → Alltag

10 Kommentare
  1. Alles liebe für die bevorstehende Zeit! Ich denke an dich und wünsche dir viel kraft!

  2. 😦 wenn ich deine Zeilen lese muss ich direkt mit den Tränen kämpfen weil ich es so sehr nachfühlen kann. Hatte ja bis vor kurzem noch selber genau diese Ängste und Sorgen (und habe sie ein bisschen immer noch weil ich ja weiterhin noch „gefährdet“ für einen Not-KS bin). Ich wünschte, ich könnte dir die Ängste irgendwie nehmen oder dir helfen 😦
    ich weiß, dass ich hier keine tröstenden oder aufmunternden Worte schreiben brauche, weil es alles nichts hilft. Ich drücke dich virtuell ganz fest und schicke dir ganz viel Kraft.

    • Sonnenscheinbaby permalink

      Ich danke dir und ich beneide dich wirklich sehr!

  3. Alles Gute für euch! Ihr werdet das super meistern =)

  4. Recht hat dein Frauenarzt! Und außerdem finde ich, hast du beim ersten Kaiserschnitt genug leiden müssen. Deswegen geht es dieses Mal easy peasy. So!! 🙂

    Ich drück dich!

  5. Kari permalink

    Hi,

    es tut mir leid, dass es Dir mit der Aussicht auf einen weiteren Kaiserschnitt so schlecht geht. Ich kenne einige Mütter, die Kinder trotz vorherigen Kaiserschnittes auch aus BEL normal zur Welt gebracht haben. Wenn Du magst, könntest Du Dir zumindest eine Zweitmeinung einholen. Ich meine, wenn Du Dich jetzt mit der Idee eines zweiten Kaiserschnitt gut fühlen würdest, hätte ich jetzt gar nichts geschrieben. Aber nach dem es Dir so viel Kopfzerbrechen bereitet, wäre es vielleicht einen Versuch wert.

    Ich selbst habe beide Erfahrungen: Kaiserschnitt und natürliche Geburt. Geholfen hat mir beim zweiten Kind ein tolles Buch zum

    Thema Geburt nach Kaiserschnitt: Meine Wunschgeburt-Selbstbestimmt gebären nach Kaiserschnitt.

    Hier findest Du soooo viel Aufklärung, Vor- und Nachteile und mögliche Vorgehensweisen beschrieben.

    Und vor allem gibts ganz, ganz viele Erfahrungsberichte von Frauen. Eine Mutter, die selbst auch Ärztin ist, hatte drei Kinder, alle in Beckenendlage. Das erste kam durch KS zur Welt, die beiden nachfolgenden kamen natürlich.

    Was auch ganz wichtig ist, ist dass Du Dich wirklich gut vorbereitest, auch auf einen evtl. erneut wirklich nötigen Kaiserschnitt. Ich meine auch bei der Wahl Deiner Klinik. eine gute Belgeitung kann sooo viel ausmachen. Und es kommt auch drauf an, dass Du einen guten Arzt hast.
    Wenn ein guter Operateuer den KS macht, dann hast Du hinterher viel weniger Schmerzen und Beschwerden, als wenn jemand operiert, der es nicht gut kann. Diese langen Schmerzen deuten auf viele innere Verletzungen hin beim schneiden. Je besser und schneller jemand operiert, umso schneller bist Du hinterher wieder fit.

    Dir alles Liebe
    kari

    • Sonnenscheinbaby permalink

      Vielen Dank für die lieben und aufmunternden Worte. 🙂 Ich hatte auch eine natürliche BEL Geburt in Betracht gezogen, nur leider wurde mir aus verschiedenen Gründen davon abgeraten. Leider! Aber das mit dem Operateur hat mir wieder ein wenig mehr Mut gegeben und ich werde nun wirklich versuchen positiv an den Tag X heran zu gehen.
      Vielen Dank noch einmal.

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