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Endgültig!

13. Februar 2014

Den ganzen Tag bin ich schon am überlegen wie ich diesen Beitrag benennen, geschweige denn formulieren soll. Hey, ich erwarte in 5 Wochen mein zweites Kind, ich sollte vor Glück platzen. Aber im Moment strömt ein Wechselbad der Gefühle auf mich ein. Zum einen ist mein Sohn im Moment sehr anstrengend. Teilweise hat er so süße Ideen, will viel kuscheln, freut sich auf seine Schwester. Dann sind da wieder die Tage, wo er extrem versucht seinen Willen durchzusetzen. Ich versuche immer die Nerven zu behalten, den typischen „Mamasatz“ dass es nur eine Phase ist vor mich hersagend, aber gelingen tut es nicht immer. Er hat seit neustem die Macke, dass er die Gewissheit hat, dass wir, seine Eltern, die Wohnung nicht verlassen können. Sonst kann er nicht entspannt einschlafen. Auch wacht er immer öfter auf und will bei uns schlafen. Wir vermuten, dass er Verlustängste hat. Das mein Mann und ich auch, wie der Familienhund, von einem Tag auf den anderen verschwinden. Und damit haben wir auch das nächste emotionale Problem meinerseits: Ich vermisse unseren kleinen Wusel wirklich schrecklich. Klar, man bricht nicht mehr so oft in Tränen aus und nach 3 Wochen kann man auch etwas gefasster darüber reden aber er fehlt überall.
Dann kämpfe ich ja mit meiner Bauchbewohnerin den Kampf, wer hält länger den Kopf oben. Bisher hat sie die Nase vorn. Ab morgen bin ich in der 36. SSW ( 35+0) und die Chance, dass sie sich noch dreht wird geringer. Jaaaa, ich weiß, es kann noch passieren auch noch einen Tag vor dem Termin aber ich bin ehrlich zu mir. Das ganze habe ich schon einmal mitgemacht. Da war auch bis zuletzt die Hoffnung und dann kam er doch per Kaiserschnitt auf die Welt.
Wer mich regelmäßig liest, der weiß das unsere Geburtsstation zum 1.1.14 auf der Insel Sylt geschlossen hat. Wenn alles der Natur nach gelaufen wäre, hätte ich bis zum Schluss hier gesessen, bis die Wehen eingesetzt hätte. 14 Tage irgendwie aufs Festland, nein, das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte die letzten Wochen genießen, und für meinen Sohn da sein. Nun ist die Situation aber eine andere und ich möchte mich und das Ungeborene bestens versorgt wissen. Durch den Kaiserschnitt in der ersten Schwangerschaft gehöre ich zu den Risikoschwangerschaften. Genau deshalb viel meine Wahl auf die Flensburger Diako. Tolle Frauenklinik mit guten Ruf. Ich war erstaunt wieviele Hebammen die dort haben. Die Station war harmonisch und man fühlte sich sofort wohl. Am Empfang angemeldet sollte ich dann warten bis ein Arzt mich aufrufen würde. Die Wartezeit war etwas länger, die ich dann aber nutzte mich genauer umzuschauen. Das witzige war, das auch noch eine andere Schwangere von der Insel dort war. Hätte man auch zusammen fahren können. *lach* Denn diese ganzen zusätzlichen Kosten die man nun hat, sollte man auch nicht unterschätzen. Autozug, Benzin usw. werde ich natürlich versuchen mir von der Krankenkasse wiederzuholen.
Nun zum Krankenhaustermin zurück. Es kam eine junge Dame im weißen Kittel kam auf mich zu. Ja, ich gebe zu, am Anfang dachte ich schon, Gott wie niedlich, wie alt ist die denn? Auf ihrem Namensschild stand Assistenzärztin. Sie hat das alles toll gemacht und als nach dem Ultraschall feststand, dass das Baby immer noch mit dem Kopf oben liegt, erklärte sie mir im späteren Gespräch bis ins kleinste Detail, was sie bei mir machen würden. Eine weitere Schwangere saß auch im Wartebereich, wo die Assistenzärztin mich aufklärte, und meinte dann ganz cool, sie hätte schon 3 Kinder per Kaiserschnitt bekommen, das sei nicht schlimm. Als es dann bei mir dann ein bisschen mehr ins Detail ging, sagte sie nur, „mir wird schlecht“, und gingt. Joa, so mit Links macht sie es wohl dann auch nicht. Dann stand er fest, der Termin. Was soll ich sagen, es frustriert mich einfach. Da nach diesem so kein weiteres Kind geplant ist, lag so viel Hoffnung in dieser Schwangerschaft, eine normale Geburt zu haben. Das fiese ist, laut der Ärztin im Krankenhaus hat das Baby noch genug Platz, genug Fruchtwasser, keine Nabelschnur im Weg usw. Beste Vorraussetzungen also um endlich einen Purzelbaum zu machen. Nach dem Gespräch mit der Anästhesistin schaute ich mir noch das hier auf Sylt sogenannte Boardinghouse an. Dort hören sie es nicht gerne, denn es ist ein einfaches Gästehaus, welches gerade noch renoviert wird. Alle Gerüchte, die hier kursieren, kann ich nicht bestätigen. Ich würde mich für kurze Zeit dort wohlfühlen können. Mein Mann und ich haben nun aber eine Wohnung gemietet, in der wir auch unseren Sohn mitnehmen können. Für den Tag X kommt er in der Kindergarten, der zum Krankenhaus gehört. Alles kein Problem. Und so bin ich nun vom Kopf her etwas freier. Mein Mann und mein Sohn sind bei mir- vorher und auch nachher. Ich weiß alle versorgt und keiner hat Stress. Je nachdem wie lange ich in der Klinik bleiben muss, fährt mein Mann auch erst einmal ohne uns wieder zurück. Meine Mutter kommt eine Woche hoch um mir zu helfen. Denn wenn ich an den ersten Kaiserschnitt denke, war ich lange sehr in meiner Bewegung eingeschränkt. Nun habe ich noch einen Sohn, der auch seine Mama bei sich wissen will.
Was soll ich abschließend sagen? Ich beginne nun die letzten Vorbereitungen zu treffen. Meinen Kopf frei zu bekommen und mich einfach auf unsere Tochter zu freuen. Auf das Leben zu viert! ❤

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From → Alltag

One Comment
  1. Ich drücke Dir die Daumen zur Geburt!

    Ich habe Dich nominiert (ich hoffe es hat noch kein anderer getan) für den Liebsten Award: http://verflixteralltag.blogspot.de/2014/02/liebster-award-und-sunshine-blogger.html
    Würd mich freuen, wenn Du mitmachst. Wiebke

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