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Zusammenfassung der letzten Wochen, SSW 33+4

4. Februar 2014

In den letzten Wochen ist viel passiert. Bei mir und bei meiner kleinen Familie. Auf einiges hätte ich verzichten können. Wir mussten unseren Hund ins Regenbogenland gehen lassen, was unseren Alltag leider sehr traurig macht. Er fragt immer wieder nach „seinem Dodo“, hat aber schon verstanden, dass er nun im Himmel ist und es ihm nun wieder gut geht aber genau deshalb nicht wieder zu uns kommt. Aber ein bisschen Verlustangst machte sich dann doch bemerkbar. Er kam immer wieder in der Nacht zu uns, was er bisher selten gemacht hat. Oder er wollte gar nicht zu sich in Bett und direkt in unseres. Ja, er zeigte deutlich dass er Angst hat, wir könnten nun auch von jetzt auf gleich verschwinden. Da habe ich einen kleinen Trick angewandt. Wir gingen gemeinsam zur Wohnungstür und ich machte vor seinen Augen den Riegel davor und erklärte ihm, dass jetzt weder Mama noch Papa die Wohnung verlassen können und er nun beruhigt schlafen kann. Dann kam zu allem Überfluss auch noch seine erste Mittelohrentzündung dazu. Er musste eine Woche zu hause bleiben. Einerseits tat es mir gut nicht alleine zu sein andererseits war er auch total unausgeglichen und damit sehr belastend für mein Nervenkostüm. Raus konnten wir nicht, das Wetter spielte einfach nicht mit. Und so kamen dann ein Trotzanfall nach dem anderen dazu und ich wusste nicht mehr wo mir der Kopf stand. Ok, Trotzanfälle gehören in dem Alter dazu, nur so ausgeprägt kannte ich das gar nicht von ihm. Egal, was man sagte, er diskutierte mit mir. Der Höhepunkt mit, war ein Wutanfall mit Schreien und heulen im Supermarkt. Er wollte aus dem Buggy raus, was auch kein Problem ist, das machen wir eigentlich immer. Er fragte mich, weil er ja so lieb sei, ob er ein Ü-Ei haben könnte. Ich sagte ja und wir gingen gemütlich einkaufen. Dann kam der Aufsteller mit den übergroßen Ü-Eiern. Mein Sohn kam natürlich mit so einem angelaufen. Ruhig und mit bedachten Worten erklärte ich ihm, dass wir dieses nicht  mitnehmen können und die Micky Maus nur in den kleinen Eiern sei. Zu meinem Erstaunen brachte er das Ei ohne Widerworte zurück. Sein Gesicht sprach aber eine andere Sprache. Die erste Diskussionsrunde war eröffnet. Plötzlich wollte er Rocher haben, Ferro Küsschen, alles was in dem Gang so stand. Natürlich verneinte ich alles und er fing zu weinen an und bewegte sich kein Stück vom Fleck. Nach der gefühlt 100. Aufforderung mit mir mit zu kommen, ging ich zu ihm, nahm ihn an der Hand und ging weiter. Die Sirene wurde lauter. Ja, die mittleidigen Blicke der anderen Kunden galten nicht mir. Ich zog mich mit ihm in den nächsten Gang zurück und versuchte noch mal ein Gespräch….es blieb bei dem Versuch. Gut, dachte ich mir, dann setz ich ihn nun wieder in den Buggy, dann kann ich wenigstens zu ende einkaufen. Wenn ich gedacht habe, schlimmer kann es nicht werden, dann habe ich mich getäuscht. Er heulte, wimmerte immer wieder „mammmmmiiii“ und ich redete ihm zu. Interessierte ihn nicht. An der Kasse fragte die Kassieren ihn natürlich auch, was er denn habe. Kurz fasste ich die Situation zusammen und sie verriet ihm dann, dass ich doch ein Ü-Ei gekauft habe. Na schönen Dank auch, dachte ich. Schnell die Einkäufe verstaut und raus aus dem Laden. Joa…..da legte mein Kind dann tatsächlich noch mal eine Schippe beim Schreien drauf. Er hatte schon Schnappatmung und war wirklich laut. Ich begab mich mit ihm auf Augenhöhe und sprach lauter mit ihm, weil er sonst nichts mittbekommen hätte, denn er kniff die Augen zu. Die Betonung liegt auf sprach! Denn genau in dem Moment pflaumte mich eine Frau an, warum ich mein Kind so anschreien würde. Ich atmete tief ein, stand auf, drehte mich zu ihr um und lächelte sie an. „Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag!“ hörte ich mich sagen und hätte nur noch heulen können. Ich habe meinen Sohn nicht angeschrien! Ich war so schockiert darüber, war ich doch vorher so stolz auf mich, dass ich im Supermarkt so ruhig geblieben bin und das Theater meines Sohnes mehr oder weniger ignoriert hatte. Zu Hause sprach mich dann noch eine Nachbarin an, wo denn unser Hund sei und ob er noch lebt (ich merke an, es war ein Tag danach). Aber es gibt ja Leute, die haben eine Nase dafür und ich bin nur noch in Tränen ausgebrochen. Das sah auch mein Sohn, „Mammiiii, was los? Bissu traubisch? B is doch wida lieb!“, nahm mich in den Arm und gab mir einen Kuss. 

Tja, ich sag euch, passend zum anstehenden Karneval ist mein Nervenkostüm gerade sehr klein. Drei Kreuze machte ich, als er wieder in den Kindergarten durfte. Er wollte gar nicht mehr in die Krippe runter und so einigte ich mich mit den Erziehern, dass er nun schon oben bleiben kann und er nur noch Freitag zum Abschied in die Krippe geht. Wir bekamen ein tolles Fotoalbum und seine ganzen gebastelten Werke. Hach, da sah man das erste mal bewusst, wie groß er schon ist.

Letzte Woche Donnerstag starteten meine Hebamme und ich dann das Projekt Baby dreh dich. Doch die Tage vorher hatte ich schon wie einen Stein im Bauch, wusste nicht wie ich sitzen und liegen sollte. Auch die Bewegungen waren andere. Plötzlich merkte ich viel mehr oben. Die Hebamme fühlte und sie war sich auch sehr sicher, dass sie sich gedreht hat. Wir machten trotz dem Akupunktur und Moxa, ich legte mir die Spieluhr auf den Bauch und turnte die indische Brücke. Heute war dann der ersehnte Frauenarzt Termin. Den Herzschlag beim CTG fanden wir wieder sehr weit unten und so war meine Hoffnung sehr groß, dass Madam nun mit dem Kopf unten liegt. Der Arzt begrüßte mich mit den Worten: „Und, hat sich das Kind gedreht?!“ Und da sieht man mal wie man sich in Bewegungen und äusserlichem fühlen täuschen kann. Sie liegt immer noch mit dem Kopf oben, nur hat sie sich einmal von links nach rechts gedreht. 😦 Wäre ja auch nur zu schön gewesen, dass es dieses Mal anders läuft. 

Nun heisst es positiv denken. Ein bisschen Zeit hat sie ja noch und nächste Woche habe ich den Termin in Flensburg zum Vorgespräch. Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf. Aber wenigstens habe ich heute mal wieder ein tolles US-Bild bekommen. ❤ 

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From → Alltag

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