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Zivilcourage

21. Juli 2013

Wenn ich gewusst hätte, wie dieser Tag endet und ich mich nicht entschieden hätte einen anderen Weg als wie sonst zu gehen, ja dann hätte ich nicht diese Erfahrung machen müssen.
Nach einem tollen Strandtag mit meinem Mann und Kind ging ich mit unserem Hund noch eine große Abendrunde da er ja leider nicht mit darf. Ich entschied mich entlang der Wiesen zu gehen denn er liebt es durch das hohe Gras zu laufen. Allerdings war ich auch K.O. und ging deshalb nicht die komplette Runde sondern drehte auf halben Weg um.
Schon vom weiten sah ich einen Mann auf einem Fahrrad mit einem Hund. Dieser war natürlich NICHT an der Leine und so machte ich erst einmal das, was ich immer mache. Ich stelle mich an die Seite mein Hund soll sich dann neben mich setzen. Er ist aufgrund einer Erkrankung mit seinen 8 Jahren schon blind und damit versuche ich unnötigen Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.
Als der Mann, nah genug war bat ich ihn höflich seinen Hund zurück zu rufen. Er verneinte dies! Das machte mich echt sauer, weil ich diese Ignoranz anderen Menschen mit Hunden gegenüber einfach nicht verstehen kann. Ich sagte dem Herren dann, dass eine Leinenpflicht gelten würde und er einer freundlichen Bitte ja wohl nachkommen könnte. Er liess dann den Macho-Spruch los, dass er sich von einer Frau nichts sagen lassen würde und wenn man eine Frage stellen würde müsse man auch mit einem Nein rechnen. Es kam ein Wort zum anderen und irgendwann drehte ich mich wütend um und ging weiter…..und sagte dann aus der Wut raus „Arschloch“. Gut, war vielleicht
nicht das richtige aber im Wutrausch rutscht einem das schneller über die Lippen. Darauf hin kam der Herr zurück, meinte das solle ich ihm noch mal ins Gesicht sagen, fuhr mit dem Fahrrad in mich rein, sprang ab und schupste mich mit seinem ganzen Gewicht ins Gebüsch mit Brennnessel. Dabei verlor ich das Gleichgewicht und meine Schuhe. Er kam mit seinem Gesicht nah an meins, sagte dann ich solle mir demnächst überlegen was ich sage, klopfte mir mit dem Finger auf die Nase und als ich versuchte meine Schuhe aufzuheben kickte er einen davon in den Graben. Den konnte ich nicht wieder holen, weil es dort tief runter geht und wie gesagt Brennnessel sind. Erst Minuten später, ich konnte vor Schock nicht weiter gehen, wurde mir bewusst was da gerade passiert war. Auch das ein Mann mit seinem Hund einfach ohne was zu sagen alles mit angesehen hat. Er war nicht in der Lage die Situation zu schlichten aber er konnte sich noch mehrfach umdrehen!
Klar, ich hätte zu dem Mann nicht Arschloch sagen dürfen aber ich rechnete auch nicht damit dass er direkt handgreiflich wird.
Ich war nur froh, dass ich meinen Sohn nicht mit dabei hatte, denn der wollte erst mitkommen. Zuhause angekommen erzählte ich weinend meinem Mann alles. Er wollte erst sofort los und den Typen suchen.
Morgen werde ich wohl zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Ich denke zwar das dabei nichts rumkommen wird aber das so stehen lassen will ich auch nicht.

Aber es zeigt mir wieder einmal, dass einen bestimmten Typ von Männern gibt der auch vor Frauen nicht halt macht und sie am helllichtem Tage angreifen und es auch die Typen Männer gibt, die dabei einfach vorbei gehen können.

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From → Alltag

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