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Bettelkinder

2. Juni 2013

Da ich ja in der Apotheke arbeite, weiss ich wovon ich schreibe. Schon bevor ich selber Mutter war fand ich diese Kinder, die immer und nonstop nach Traubenzucker „betteln“. Aber hey, wir sind es ja selber schuld. Also die Apotheken, die Kindern immer Traubenzucker geben oder der Metzger die Wurst, der Bäcker das Minibrötchen usw. Überall werde Kinder angefüttert. An meinem Arbeitsplatz hab ich nie jedem Kind etwas angeboten. Von mir gab es nur etwas, wenn sie ganz weinerlich krank waren, als Trostpflaster quasi. Oder wenn die Kleinen lieb und nett fragten. Die, die ständig ohne Punkt und Komma den einen Satz wiederholten: “ Traubenzucker, Traubenzucker….ich will einen Traubenzucker!“ Dann war ich einen gemeine Tante…..ich reagiere da gar nicht drauf. Und ich hab mir geschworen, soooooo ein Kind möchte ich nicht.

Jetzt, wo mein Sohn 2 Jahre alt ist habe ich festgestellt, man ist machtlos. Der Metzger unseres örtlichen Supermarktes hat es geschafft. Sobald wir in der nähe der Theke sind kommt bei meinem Kind nur noch ein Satz aus seinem Mund: “ Wuaaast, Mama,da! Ich Wuuuuaaaast!“  

Ich kann ja schlecht einen Bogen rum machen, vor allem wenn ich Fleisch brauche. Oder gar nein sagen, wenn er diese schon meinem Kind unter die Nase hält. Manche Einzelhändler fragen ja vorsichtig, da kann man es manchmal umgehen. Trotz dem frage ich mich, muss das sein? Wozu das ganze? Klar, Kinder merken sich das. So nach dem Motto „Da habe ich als Kind immer eine Wurst bekommen, da gehen ich gerne einkaufen!“, wen sie dann mal erwachsen sind. Wenn ich mich zurück erinnere, war das bei mir als Kind damals nicht anders und wenn ich genau überlege, bin ich nur deshalb mit einkaufen gegangen. 

Aber ganz schlimm finde ich die Mütter, die bei uns ein Rezept einlösen und dann zu geizig sind ihren Kindern, die im Auto warten, mal etwas zu kaufen. So eine Rolle Traubenzucker kostet nicht viel, ein Lolli erst recht nicht. Aber dann fragen sie lieber nach den kostenlosen. Das würde ich zum Beispiel beim Metzger auch nicht machen. „Bitte geben Sie mir doch noch eine Bockwurst mit für meinen Sohn, der zu hause wartet.“ oO

Vielleicht denke ich bei diesem Thema einfach anders als andere aber loswerden musste ich es dennoch mal! 😉 

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From → Alltag

4 Kommentare
  1. Es gibt sogar Mütter, die danach fragen…? Was kostet denn die Rolle Traubenzucker inzwischen, fünf Euro oder was? 😉

    • Sonnenscheinbaby permalink

      Bei uns 60Cent…..Ja, es gibt so gar sehr viele, die das machen!

  2. Ich würde um ehrlich zu sein niemals danach fragen.
    Wenn es angeboten wird ja, aber ansonsten?! Nee!

  3. lebenslangsvw permalink

    Ich finde, wir als Apotheke, werden im Allgemeinen gerne als die angesehen, die was schenken müssen! Das fängt beim Traubenzucker für die Kinder an, geht über Taschentücher bis hin zu irgendwelchen Prozenten weils bei und ja immer so teuer ist. Und wehe da ist dann nichts in der Tüte wenn sie die Apotheke verlassen. Gehen diese Leute, die das bei uns verlangen, aber woanders für einen Haufen Geld einkaufen gibts nichts geschenkt. Auch nicht für die Kinder. Aber das ist ja dann völlig normal.

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