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Sonnenschutz

4. Mai 2013

Ein Vorfall heute in der Apotheke motivierte mich diesen Artikel hier zu schreiben. Schon seit Jahren, immer wieder aufs neue, ärgere ich mich im Sommer über die Naivität der Menschen, wie sie mit ihrer Gesundheit umgehen.

Die gebräuchlichsten Sonnenschutzmittel sind flüssige Emulsionen, die meist als Sonnenmilch oder Sonnenlotion bezeichnet werden. Dabei handelt es sich überwiegend um O/W-Emulsionen (Öl-in-Wasser). Als Produkte für Kinder werden oftmals flüssige W/O-Emulsionen (Wasser-in-Öl) entwickelt, da sie wegen ihres vergleichsweise fetten Charakters besonders hohe Wasserfestigkeit aufweisen und damit Resistenz gegen Abwaschen des Sonnenschutzes beim Baden.
Dennoch sollte man beachten, Babys und Kleinkinder haben in der direkten Sonne nichts verloren! UV-Schutzkleidung, Sonnenhüte und Schatten, das sollte man beachten und suchen. Da aber ja nicht alles geschützt werden kann und die UV-Strahlen gerade am Strand über Sand und Meer reflektiert wird, sollte ein hoher LSF aufgetragen werden. Kindersonnenschutz gibt es in LSF 30 und 50. Ich empfehle immer die 50 zu nehmen. Einen „Sunblocker“, wie man sie früher bezeichnete, gibt es nicht. Man wird auch mit so einem hohen Schutz braun, nur gesünder.
Die Situation in der Apotheke war heute folgende:
Eine Kundin kommt rein und schaut nach dem Sonnenschutz von Ladival. Dann fragte sie ob es den Kindersonnenschutz nicht auch in 20 oder 25 geben würde. Ich spulte meinen üblichen Text ab, davon ausgehend dass die Frau eine Touristin ist. Aber dann stellt es sich raus, dass sie Insulanerin ist, ihre Tochter 15. Und ein 20’er Schutz würde da ja total reichen, war ihre Aussage. Aufklärender Weise erzählte ich ihr, dass man die Hautschädigung erst in ca. 10-15 Jahren sehen würde, aber es interessierte sie gar nicht. Sie kaufte natürlich den geringeren LSF. Manche Menschen wissen es einfach besser. Ich weiß nur, wenn ich damals mit 14 im Türkeiurlaub auf meine Mutter gehört hätte und ich mich eingecremt hätte, würde mein Rücken nach einer Verbrennung 2. Grades nicht über und über mit dunklen Muttermalen sein, die ich regelmäßig kontrollieren lasse.
Auch Aussagen, wenn man zu den hohen LSF rät, dass das Kind doch auch braun aus dem Urlaub kommen soll, verstehe ich nicht. Die Medien klären auf, scheinbar noch nicht genug.

Sonnenschutzmittel werden nach Vorgaben der EU-Kommission,nicht mehr nach dem australischen Standart, nur noch mit den Lichtschutzfaktoren 6, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 50+ angeboten. Produkte mit Lichtschutzfaktoren unter 6 sind nicht mehr den Sonnenschutzmitteln zugeordnet, da wegen der niedrigen Schutzwirkung die überwiegende Zweckbestimmung der Produkte (Sonnenschutz) nicht erfüllt.
Beim Sonnenschutz nicht kleckern, sondern klotzen. Nur wer sich dick genug eincremt, ist ausreichend geschützt. Dermatologen empfehlen etwa zwei Milliliter pro Quadratzentimeter Haut, das sind – grob gerechnet – 30 Milliliter Creme oder etwa die Menge von drei Esslöffeln für den ganzen Körper. Besonders die „Sonnenterrassen“ vertragen eine Extraportion Sonnenschutz: Stirn, Nase, Ohre, Nacken, Schulter, Dekolleté und Fußrücken ruhig öfter eincremen – was allerdings nicht heißt, dass die Schutzwirkung dadurch verlängert wird. Das heißt auch, das man nicht (!) mit einer Flasche die ganze Familie versorgen kann.
Wenn man unter Sonnenallergie, oder auch „Mallorca Akne“, leidet sollte darauf achten ein Sonnengel zu benutzen. Es wird vermutet das die Fette und Emulgatoren in den Cremes diese Reaktion auslösen. Deshalb ist es auch wichtig nach dem Sonnenbad eine fettfreie Aftersun zu benutzen. Das wird oft nicht beachtet und man wundert sich warum man trotz Gel eine Reaktion hat.
Nun hoffe ich dass ich über das wichtigste aufgeklärt habe und hoffe, dass wir dieses Jahr einen tollen und warmen Sommer bekommen.

(Quellen Wikipedia/Focus)

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From → Alltag

4 Kommentare
  1. 6 und 10 sind auch noch sehr lächerlich. Da hat meine Tagescreme ja schon mehr. Ich finde es auch unverantwortlich, wie die meisten mit dem Thema umgehen. Und vor allem ihre Kinder damit gefährden.

  2. Da die Tage ja jetzt wieder wärmer werden und ich es wichtig finde, dass Eltern sich noch einmal genauer informieren und auch hinsehen, hab ich dich in meinen Lesetipps ‚Sieben aus Sieben – Ein Blogosphäre Wochenrückblick‘ aufgenommen. Er wurde hier http://www.mamagogik.de/sieben-aus-sieben-kw-24/ geteilt. LG Sarah

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  1. Sieben aus Sieben KW 24 – Mamagogik

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