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Eingewöhnung in der Krippe. Die Frage ist nur, Gewöhnung für wen?! oO

8. Juni 2012

Seit dem Dienstag nach Pfingsten ist Ben nun in der Krippe. Die ersten zwei Tage sass ich mit dabei und konnte sehen, wie mein Sohn alles genau erkundet. Die anderen Kinder finden ihn als „Neuen“ natürlich auch sehr spannend und so war er die ganze Zeit gut beschäftigt. Nach 2 Tagen dabeisitzen musste ich dann am 3. Tag ins Büro gehen und mein Kleiner war dann das erste Mal alleine. Ganze 45 Minuten sass ich im Büro und muss gestehen, dass ich doch immer mal wieder nachschaute ob er mich suchte oder wenn irgendwer weinte, ob er das ist. Aber nichts davon war der Fall. Ich kam in den Raum zurück und Ben kam dann auch schon ganz begeistert zu mir. Wir zogen uns an und gingen zufrieden ins Wochenende. Leider beobachtete ich schon im laufe der Woche, dass eigentlich so gut wie jedes Kind dort mit einer Rotznase rumlief. Ich hoffte dass mein Sohn verschont bleibt aber dem war leider nicht so. Am Montag gingen wir trotz dem in die Krippe, weil es meinem Sohn eigentlich soweit gut ging und er kein Fieber hatte. Nur kam dann ein fürchterlicher Husten dazu. So setzten wir 2 Tage aus und machten dann am Donnerstag weiter. An diesem Tag liess ich mein Kind das erste mal für 1,5h alleine in der Krippe. Als ich aufgeregt meinen Sohn abholen wollte sagte die Erzieherin: “ Ich würde dir ja gerne sagen, dass er dich ganz schrecklich vermisst hat und viel geweint, aber dem war nicht so!“ Einerseits bin ich natürlich froh dass er sich so wohl fühlt dass ihm die Trennung von mir nichts ausmacht. Andererseits kommen einem dann doch so Gedanken, die einem an sich selbst zweifeln lassen. Mache ich nicht genug mit meinem Kind? Bin ich nicht genug für mein Kind da? Warum vermisst er mich nicht?

Aber hey, ich weiss, es ist natürlich alles Blödsinn aber trotz all dem kommen einem solche Gedanken. Heute war Ben 2 Stunden alleine in der Krippe. Als ich ihn bewusst in die Arme der Erzieherin gegeben habe, hat er das erste mal Protest eingelegt und weinte ein bisschen. Ich war aber noch nicht einmal an der Tür und schon hatte er sich beruhigt. Um 10:30Uhr sollte ich ihn wieder abholen. Die Kinder spielten draussen und mein Sohn sass zufrieden, vollgematscht bis obenhin und kauend auf einem Tannenzapfen im Sandkasten. Er sah mich und kuschelte sich direkt an mich. Da ging mein Mutterherz natürlich auf. Kaum die Kita verlassen, schlief er auch schon im Kinderwagen ein.

Und nun ist es auch mir klar geworden, Eingewöhnung ist nicht nur für die Kinder da sondern auch für die Eltern. Denn eigentlich sind die Kleinen ja ziemlich schnell zufrieden zu stellen. Aber Mama braucht dann doch etwas länger um zu akzeptieren, dass das Kind auch bei anderen „Fremden“ glücklich sein kann. Aber solange mein Kind glücklich und zufrieden ist bin ich das auch.  

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